Vortrag "375 Jahre Schlacht bei Rain Ursache, Wirkung, Nachleben" |
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Harald Johannes Mann Die Schlacht bei Rain, eine der Entscheidungsschlachten des Dreißigjährigen Krieges, fand statt, als Rain genau halb so alt war wie jetzt. Wegen der eminenten Bedeutung der Strategie von König Gustav Adolf von Schweden müssen auch heute noch angehende Offiziere die Angriffssituation studieren. Harald Mann wird das Ereignis detailliert schildern, Kurt Suchy wird mit seiner Dia-Serie das Geschehen in Bildern lebendig werden lassen. Pünktlich zum 375. Jahrestag der Schlacht bei Rain ist das von Harald Johannes Mann verfasste Buch zu diesem historischen Ereignis in zweiter Auflage erschienen. "Die Stadt Rain und der Dreißigjährige Krieg - Die Schlacht bei Rain vom 14./15. April 1632 im geschichtlichen Zusammenhang" ist der Titel der Edition, die 1984 erstmals erschienen ist. Erstmals zu erwerben gab es die (weitgehend unveränderte) Neuauflage beim Vortrag und bei der Aktion "Lechfloß". Ab sofort kann es im Rathaus und in den Rainer Buchhandlungen gekauft werden. Der Verkaufspreis ist unverändert wie bei der seit vier Jahren vergriffenen ersten Auflage 13,50 Euro.
Im "Nachlauf" des 375.
Jahrestages gab es eine weitere Erinnerung an die Schlacht Feldherr Graf Tilly schwer
verwundet "Schafft unseren Feldmarschall Johann Tserclaes Graf von Tilly, schnell, aber behutsam nach Ingolstadt" befahl – vielleicht - General Albrecht von Wallenstein einigen seiner Landsknechte, als er von der Verwundung des Feldherrn bei der Schlacht bei Rain im Jahre 1632 erfuhr. Diese Szene spielten Mitglieder des 2004 gegründeten Wallersteiner Landsknechtsvereins jetzt erstmals auf dem Rainer Rathausplatz nach, und das 375 Jahre nach dieser entscheidenden Schlacht und im Jubiläumsjahr "750 Jahre Stadt Rain". Wohl 200 Zuschauer verfolgten vergnügt das Spektakel, das mit Schüssen aus Luntenschlossmusketen eingeleitet wurde, und spendeten am Ende Beifall. "Söldner" brachten den am rechten Knie verwundeten Feldherrn. Rasch waren zwei mit Pferden bespannte Wagen zur Stelle, die, begleitet von Landsknechten als Begleitschutz sowie von Marketenderinnen und Kindern, den Oberbefehlshaber der (verlorenen) Schlacht bei Rain über Feldheim, Niederschönenfeld, Marxheim in einer ersten Etappe bis Neuburg schafften – dort ist zur Zeit das Schlossfest Publikumsmagnet. Bürgermeister Gerhard Martin bedankte sich bei Obrist Michael von Gumppenberg, dem Vorsitzenden des Vereins "Wallersteiner Landsknechte", für das interessante Schauspiel mit "ordentlicher Marschverpflegung". Peter Kraus, Vorstand der "Fürst Wallerstein Brauhaus AG", verfolgte ebenfalls aufmerksam das szenische Spiel. Das Fürstliche Brauhaus ist nicht nur Hauptsponsor des Vereins, sondern es lädt zusammen mit dem Verein zum "3. Wallersteiner Landsknechtstreffen" vom 31. August bis 2. September 2007 ein. "Wir suchen auch noch weitere Mitglieder, die als Ausgleich zu unserer technisierten Welt gerne hin und wieder in die überschaubare Welt des Mittelalters eintauchen wollen und die Geselligkeit lieben", erklärt Michael von Gumppenberg. Er bezeichnet seinen Verein als "fürstliche Garde, die sich um den Schutz von Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein kümmert."
Foto: Manfred Arloth ührung des Obristen Michael |