Freitag,
28. September,
20 Uhr,
großer Saal des
Rathauses
|
Zu dem Jubiläumsband
"Rain am Lech im Mittelalter" haben sechs namhafte Autoren
beigetragen. In einer Vortragsreihe (siehe unten) sind von diesen Wissenschaftlern
verschiedene Aspekte aus der Stadtgeschichte beleuchtet worden.
Die Redaktion des Buches besorgte Dr. Markus Würmseher, gebürtig und wohnhaft
in Rain
188 Seiten,
zahlreiche Abbildungen, 17,50 Euro.
Erhältlich bei der Stadt
und im Rainer Buchhandel.
Die Autoren und Themen des stadtgeschichtlichen
Bandes mit 188 Seiten:
| Markus
Würmseher |
Rains
Stadtgestalt im späten Mittelalter |
| Wilhelm
Liebhart |
Rain am
Lech als Modell wittelsbachischer Stadtgründungspolitik |
| Theodor
Straub |
Stadt
und Landgericht Rain am Lech zur Zeit der Herzöge von Bayern-Ingolstadt
(1392-1447) |
| Theodor
Straub |
Der
Wappen- und Gedenkstein Herzogs Ludwig des Bärtigen in Rain am Lech |
| Reinhard
Heydenreuter |
Rechtsgeschichte der Stadt Rain am Lech |
| Albert
Zink und Andreas Nerlich |
Das
Gebeinhaus von Rain am Lech - Anthropologische Erkenntnisse über Leben
und Krankheiten der alten Rainer Bevölkerung |
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Viele Abbildungen sowie ein Orts-
und Namensregister runden den Band ab. |
Bericht und Bilder über die Buchpräsentation
von Manfred Arloth
Kann man sich ein Stadtjubiläum ohne die Herausgabe eines Buches vorstellen?
In Rain, das ja, wie mehrfach berichtet, heuer auf 750 Jahre Stadtgeschichte
zurückblickt, jedenfalls nicht. Dr. Markus Würmseher ist es zu verdanken,
dass dieses Vorhaben dank der Mitarbeit weiterer fünf Autoren, dank der
Unterstützung durch die Stadt Rain und dank einiger Sponsoren glückte. Das
Buch "Rain am Lech im Mittelalter" wurde jetzt im Sitzungssaal des Rathauses
der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
Dabei erhielt das neue, handliche Hardcover-Buch, in dem überaus viele neue,
hochinteressante historische Details enthalten sind, mindestens so viel
Beifall wie das exquisite Spiel des Klarinettenquartetts der Rainer
Stadtkapelle (Katharina und Luisa Hänsel, Stephanie Huber und Angelika Mair).
Bürgermeister Gerhard Martin wertete es als
Besonderheit, dass in diesem Werk "abgesehen vom Herausgeber Dr. Markus
Würmseher alle weiteren Autoren nicht aus Rain stammen und somit Rain
gleichsam 'von außen' betrachtet wird." Er gab sich überzeugt, "dass das
Werk von unserer Bürgerschaft, aber auch von geschichtlich interessierten
Menschen in der Umgebung gekauft und die Aufsätze mit großem Interesse
gelesen werden." Das Buch ergänze auf vortreffliche Weise bisher schon
bekannte historische Tatsachen über Rain. Das Stadtoberhaupt danke den
Sponsoren Aviko, Dehner, Notar Olshausen, Raiffeisenbank Rain, Sparkasse
Neuburg-Rain, Südzucker, Terrasan und Anneliese und Albin Würmseher "für die
besondere Förderung der 750-Jahr-Feier und die Herausgabe dieses Buches".
Nach dem Festvortrag von Prof. Dr. Liebhart schilderte Dr. Markus Würmseher
die Entstehungsgeschichte des Buchs und bezeichnete es "als Glück, dass an
dem Werk Experten mitgewirkt haben, die in ihren Fachgebieten über eine bis
über die Grenzen Bayerns hinausgehende Reputation verfügen."
Der Ingolstädter Dr. Theodor Straub, Studiendirektor im Ruhestand, befasste
sich mit der Position Rains im Herzogtum Bayern-Ingolstadt. Schon 1974
beschrieb er in einem Aufsatz, den er jetzt überarbeitet hat, den Wappen-
und Gedenkstein über dem Portal der Spitalkirche. Seine Beiträge im neuen
Buch sind folgendermaßen überschrieben: "Stadt und Landgericht Rain am Lech
zur Zeit der Herzöge von Bayern-Ingolstadt (1392-1447)" und "Der Wappen- und
Gedenkstein Herzogs Ludwig des Bärtigen in Rain am Lech".
Prof. Dr. Reinhard Heydenreuter, Archivdirektor am Hauptstaatsarchiv
München, stellte unter Verwendung bislang unbekannter Archivalien die
"Rechtsgeschichte der Stadt Rain" in den Mittelpunkt seines Beitrags.
Landeshistoriker Prof. Dr. Wilhelm Liebhart, der an der Fachhochschule
Augsburg lehrt, schrieb den Artikel "Rain am Lech als Modell
wittelsbachischer Stadtgründungspolitik". "Das Gebeinhaus von Rain am Lech -
Anthropologische Erkenntnisse über Leben und Krankheiten der alten Rainer
Bevölkerung" ist der Beitrag von Privatdozent Dr. Albert Zink und Prof. Dr.
Andreas Nerlich von der Ludwig-Maximilians-Universität München
überschrieben.
Diese beiden Humanbiologen hatten im Jahre 2002 mit einer Gruppe Studenten
den Karner unter der Rainer Allerheiligenkapelle wissenschaftlich
untersucht. Dr. Markus Würmseher schließlich nahm sich als Kunsthistoriker
und Dipl.-Ing. (FH) für Architektur der städtebaulichen Situation an mit
seinem Beitrag "Rains Stadtgestalt im späten Mittelalter".
Dr. Würmseher beschloss die Vorstellung der Autoren mit den Worten: "Den
Rainer Bürgern sei gedankt dafür, dass sie durch den lebhaften Besuch einer
historischen Vortragsreihe im Gasthof Boarn im Frühsommer 2007 ihre
Aufgeschlossenheit für historische Themen bewiesen haben. Ihnen ist dieses
Buch gewidmet."
Weitere Bilder von der Buchpräsentation (von
Adalbert Riehl)

1. Bürgermeister Gerhard Martin
Professor Dr. Wilhelm Liebhart hielt den Festvortrag
begrüßte

Herausgeber Dr. Markus Würmseher
Blick ins Publikum im Rathaussaal
bei der Buchpräsentation.
Die Vorträge im Vorfeld der Buch-Edition waren jeweils
donnerstags, 19 Uhr, im traditionsreichen Gasthaus "Zum Boarn";
Termine, Themen und Referenten:
1. März: Hochgericht und Hexenwahn:
Rechtsgeschichte der Stadt Rain, Prof. Dr. Reinhard Heydenreuter
22. März: Rain als Modell wittelsbachischer Stadtgründungspolitik oder Zur
Gründung der Stadt Rain, Prof. Dr. Wilhelm Liebhart, M. A.
26. April: Rain am
Lech im Herzogtum Ingolstadt, Dr. Theodor Straub
3. Mai: Das
Gebeinhaus von Rain am Lech, Dr. Albert Zink
24. Mai: Stadtbild
und Stadtgestalt Rains im späten Mittelalter, Dr. Markus Würmseher M. A.
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