Fotografie im Wandel der Zeit

Freitag,
23. November,
18 Uhr
(Beginn bereits 1 Stunde früher als ursprünglich angekündigt)

 

Eröffnung der Ausstellung der Rainer Fotofreunde e. V. im DVF
Heimatmuseum jeweils sonntags 14 – 16 Uhr
und nach Vereinbarung über das Rathaus, Tel. 09090/703-0 bzw. -460

Ausstellungsdauer: 25. November 2007 – 2. März 2008
(Hinweis: Beginn der Ausstellung bereits eine Woche früher als im Programmheft ausgedruckt!)

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch die Technik der Fotographie. Vom Großformat zum ersten Kleinbild bis hin zur Digitalkamera, als analoge oder Spiegelreflextechnik werden fast 100 verschiedene Geräte gezeigt. Eine bunte Vielfalt an Bildern zeigt sich dem Besucher, historische Stadtansichten mit zum Teil nachträglich ergänzten Objekten, Familienbilder vom Fotografen oder erste Gruppenaufnahmen, bis hin zur modernen Porträtfotografie. In einem Fotostudio werden historische Kameras mit modernen Beleuchtungsmöglichkeiten vereinigt.

 

Wer hat die Fotografie erfunden?

Eigentlich angefangen hat alles mit der Camera obscura. Hättest du gedacht, dass das Prinzip vor ca. 2400 Jahren entdeckt wurde? Später nutzten Künstler die Camera obscura als Hilfe, um naturgetreue Bilder malen zu können. Im 16. Jahrhundert setzte man Sammellinsen ein, um die Qualität der bis dahin noch unscharfen Bilder zu verbessern. Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten tragbaren Kästen als Vorläufer der heutigen Kameras.

Die Erfindung der Fotografie verdanken wir der Arbeit vieler Chemie- und Physikforscher. Einen einzigen Erfinder der Fotografie gibt es daher nicht. Drei wichtige Entdecker auf dem Gebiet der Fotografie waren Nicéphore Niépce, Jacques Daguerre und William Henry Fox Talbot. Durch ihre Ideen, Experimente und Entdeckungen (z. B. Silbersalz, eine lichtempfindliche Substanz) ist die Fotografie entstanden.

Einige Meilensteine in der Geschichte der Fotografie (das Wort entstammt dem Griechischen und bedeutet "Schreiben mit Licht")

1725 Die ersten Erfindungen in Richtung Fotoentwicklung werden gemacht.
1799 Thomas Wedgwood (1771-1805) kommt der Entdeckung der Fotografie schon sehr nahe, kann das Rätsel aber noch nicht ganz lösen, weil er nicht herausfindet, wie die Fotos dauerhaft festgehalten werden können und die richtigen Chemikalien fehlen.
1827 Der Franzose Nicéphore Niépce (1765-1833) macht das tatsächlich erste Foto der Welt. Es zeigt die Aussicht aus seinem Arbeitszimmer.
1835

Der Engländer William Henry Fox Talbot (1800-1877) entdeckt ein Verfahren zur Herstellung von Negativen und fertigt das erste Negativ an.

1839 Der Franzose Jacques Daguerre (1787-7851) entwickelt ein Verfahren, mit dem Bilder auf Filmen fixiert werden konnten. Frankreich kaufte ihm die Erfindung ab und schenkte sie der Welt am 19. August 1839 offiziell.
1888 Geburtsstunde der ersten Rollfilmkamera (Kodak Nr. 1, George Eastman) und damit der modernen Fotografie. Der erste gerollte Film bestand aus Papier. Im Jahr darauf erfand Eastman einen weichen Kunststoff (Zelluloid).
1933 Der erste Farbdiafilm kommt auf den Markt.
1947 Die erste Kamera mit einem sofortentwickelnden Film ist erfunden.
1996 Die erste Digitalkamera ist entwickelt. Digitalkameras kommen ohne Film aus. Die Fotos werden auf einen Chip gespeichert.

Als erste Kleinbildkamera nach heutiger Definition entwickelte Oskar Barnack, ein Mitarbeiter der Optischen Werke Ernst Leitz in Wetzlar, die legendäre Leica (Leitz Camera). Barnack hatte die Camera 1913 entwickelt und stellte sie erstmals auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1925 der Öffentlichkeit vor. Das Kleinbildformat ergab sich damals aus der Verdoppelung des Stummfilm-Kinoformats (18 x 24 mm). In der Fotografie handelt es sich dabei um das am weitesten verbreitete Filmformat, sowohl für Sucherkameras als auch für Spiegelreflexkameras.


Eine der ersten Spiegelreflexkameras,
Leica MS um 1960


Moderne Digitalkamera