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Eine Wanderausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Landesbezirk Bayern Heimatmuseum Rain 8.7. bis 14.10.2001 sonntags von 14 bis 16 Uhr |
In Betrieben und Verwaltungen treten sie als gewählte Betriebs- oder Personalräte für die Interessen der Beschäftigten ein. Sie nehmen Einfluss auf sozialpolitische Entscheidungen und sind durch gewählte Vertreter in den Selbstverwaltungsgremien der Sozialversicherung präsent. Geschichte der Gewerkschaften in Bayern Als die Gewerkschaften Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, waren sie nach politischen Richtungen gespalten und sozialdemokratisch, bürgerlich-liberal oder christlich ausgerichtet. Die sozialdemokratischen freien Gewerkschaften" entwickelten sich trotz zeitweiligem Verbot und Diskriminierung zur stärksten Richtung. 1933 zerschlug das NS-Regime die Gewerkschaften. Die Erfahrung der gemeinsamen Verfolgung führte nach 1945 zur Bildung einer Einheitsgewerkschaft, unabhängig von parteipolitischen Richtungen. Der 1947 entstandene Bayerische Gewerkschafts-bund ging 1949 in dem in München gegründeten Deutschen Gewerkschaftsbund auf. Die DGB-Gewerkschaften zählen heute in Bayern rund 1 Million Mitglieder. 8 Stunden sind kein Tag Die Präsentation der Ausstellung in Rain bezieht sich auf einen für die Arbeiterschaft in Kleinstädten zutreffenden Teil der zwei Jahre durch Bayern wandernden großen Gesamtschau. Die Ausstellung zeigt in Fotos und Dokumenten die Entwicklung von der Richtungs- zur Einheitsgewerkschaft sowie die Herausbildung von Industriegewerkschaften aus den zahlreichen Berufsverbänden. In weiteren Abschnitten werden ausgewählte Themen wie Interessenvertretung gegenüber den Arbeitgebern, die Feier des 1. Mai, Streik und anderes mehr behandelt. Fotografien von Arbeitssituationen aus einem Jahrhundert dokumentieren das Arbeitsleben. Die Ausstellung schließt mit einem Blick auf die aktuellen Probleme: der Umbruch in der Arbeit, Verlust von Arbeitsplätzen in Industrie und Verwaltung, Arbeitslosigkeit, soziale Konflikte ... Arbeiterlieder, Filmaufnahmen vom Metallarbeiterstreik 1954, Tonstationen mit Berichten von Gewerkschaftern vervollständigen die Dokumentation. Ein Computerspiel bietet dem Besucher die Möglichkeit, selbst in die Rolle eines Gewerkschafters zu schlüpfen und sein Verhandlungsgeschick unter beweis zu stellen. |
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![]() Plakat, DGB 1956 |
![]() Spendenmarke für Kampf um 8-Stunden-Tag, um 1924. |
Ausstellungskonzeption: Würth und Winteroll, München
Leihgeber: Archiv der Münchner Arbeiterbewegung
Örtliche Organisation: Edith Findel, Stadt RainInformationen zu allen Sonderausstellungen des Heimatmuseums
21.02.2003 / AR