100 Jahre Ansichtskarten von Rain
Sammlung Franz Müller


                                                                               Ansichtskarte von Rain 1908

Sonderausstellung im Heimatmuseum Rain
von 9. November 2008 bis 19. April 2009

 

Wussten Sie, dass

... es über 350 verschiedene Ansichtskarten von Rain gibt?

...die älteste Grußkarte aus dem Jahr 1895 stammt?

... es eine Karte gibt, bei der man individuell ein persönliches Foto
    einschieben konnte?

... dass es eine Briefmarkensprache gegeben hat?

 

Öffnungszeiten:

jeweils sonntags von 14.00 – 16.00 Uhr
und über das Rathaus nach Voranmeldung
unter Tel. 0 90 90/703-0 bzw. -460.

Auch die Karten des Wettbewerbs für Kinder und Jugendliche (siehe unten) werden gezeigt.


Heimatmuseum Rain
Oberes Eck 3, 86641 Rain
Telefon 0 90 90/703-0, Fax 0 90 90/703-139
E-Mail: archiv@rain.de

 

100 Jahre Ansichtskarten von Rain

Sammlung Franz Müller

 

 

Ansichtskarten vermitteln einen Eindruck der Stadt, wie er dem Zeitgeschmack entspricht. Welches Bild vermittelt die Stadt Rain von sich im Wandel der Zeit? Eine Antwort darauf bietet die Ausstellung aus 100 Jahren Ansichtskarten der privaten Sammlung von Franz Müller.

 


                                                       Rain und Bahnbrücke um 1910

Zur Jahrhundertwende 1900 zeigt sich Rain als moderne Stadt mit Motiven der damals neuesten Gebäude: Bahnhof, Kranken-haus, Wasserturm und Bahnbrücke als Zeichen von Fortschritt und Technik.

 

Ab 1920 bis 1945 wandelt sich das Bild im Sinne einer "Boulevardisierung". Die bekannten Gebäude erscheinen fast monumental, die Straße verbreitert durch die Wahl der Perspektive.


                                                                                                                Hauptstraße 1929

Die 1960er Jahren sind geprägt von einer Romantisierung mit Blick in die Vergangenheit. Motive aus der "guten alten Zeit" rücken in den Vordergrund. Der idyllische Kohlbergerweiher, historische Gebäude und romantische Plätze.


                                                                                            Schwarz-weiße Karte von 1960

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt über 100 Jahre Wandel in Rainer Ansichtskarten: über 350 Karten mit überraschenden Details, vergessenen Ansichten und interessanten Aspekten. Dabei wird Geschichte der Ansichtskarte erläutert, sowie die Besonderheit der Briefmarkensprache. Zur Ausstellung er-scheinen zwei neue Rainer Ansichtskarten.

Konzeption: Edith Findel M.A. und Franz Müller

Einladung

Eröffnung der Sonderausstellung ist am
Donnerstag, 6. November 2008, 19 Uhr,
 mit Livemusik von der Drehorgel und köstlichen Leckereien.

 

Zum ausführlichen Pressebericht mit 13 Ansichtskarten-Beispiele gelangen Sie durch Anklicken dieses Textes!

Rückblick auf den Wettbewerb:
Schreib mal wieder

an unseren Bürgermeister

Preissausschreiben des Heimatmuseums Rain zur Sonderausstellung
„Ansichtskarten aus Rain" im Herbst 2008 für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die Donauwörther Zeitung (Autor: Manfred Arloth) berichtete über die Preisverleihung am Donnerstag, 13. November 2008, 18 Uhr:

Ansichtskarten aus der ganzen Welt

Rain (ma) - Eine Ansichtskarte aus Rain, geschrieben am 22. April 1963 von Rüdiger Kuhn an seinen Deutschprofessor Heinrich Renner am Gymnasium Neuburg, brachte Franz Müller auf die Idee, Kinder und Jugendliche zu animieren, Karten "aus dem Urlaub" an Bürgermeister Martin zu schreiben. Tatsächlich trudelten im Sommer 69 Ansichtskarten aus aller Welt im Rainer Rathaus ein.

Diese Aktion wurde jetzt mit der Preisverleihung im Heimatmuseum abgeschlossen. "Ich habe mich über diese absolut angenehme Post sehr gefreut", betonte Bürgermeister Gerhard Martin. Museumsleiterin Edith Findel, die zusammen mit dem Bürgermeister, Stadtpfarrer Johann Menzinger und Initiator Franz Müller die zehn Hauptpreisträger ermittelt hatte, fasste die Kriterien zusammen: "Es kam auf die Originalität an." Sie bedankte sich bei den vielen Kindern, die mit ihren Eltern gekommen waren. Den Hauptpreis, eine Digitalkamera im Wert von 225 Euro, gestiftet vom Fotoatelier Nitsche, gewann Florian Säckler aus Holzheim: Er war nicht in Urlaub, malte aber dafür eine blaue, fantastische Strandlandschaft und schrieb einige Zeilen. Das Porto sparte er sich: Die Karte landete trotzdem im Rathaus-Briefkasten, wahrscheinlich von den Eltern, Verwandten oder Bekannten eingeworfen.

"Mit Briefmarken" und öfters auch ausführlichen Grüßen trafen Ansichtskarten beispielsweise aus Italien, der Türkei, aus München, Rhodos, dem Kaunertal, aus Portugal, den Philippinen, aus den Vereinigten Staaten und Mallorca ein. Besondere Beachtung fand auch eine Flaschenpost mit langem Brief. Weil alle Karten irgendwie als bemerkenswert eingestuft wurden, besorgte Franz Müller Trostpreise auch für die 59 Nicht-Preisträger. Nur etwa 15 davon waren nicht anwesend. Sie können sich ihren Preis in den nächsten Tagen bei ihm in der Raiffeisenbank Rain abholen.

Die eingesandten Ansichtskarten sind  bis 12. April 2009 in der Sonderausstellung zu sehen.

Die Preisträger des Ansichtskarten-Wettbewerbes

1. Preis Florian Säckler, Holzheim (Digital-Kamera) Selbstgezeichnete Karte aus Holzheim
2. Preis Magdalena Högner, Rain Karte aus Italien - schön bemalt auf der Rückseite
3. Preis Michael und Thomas Forthofer, Rain Karte aus der Türkei – schön bemalt auf der Rückseite
4. Preis Theresa und Lisa Holzmann, Rain Karte aus Italien vom Ötzi – schöne Beschreibung
5. Preis Franziska Hell, Niederschönenfeld Karte aus München – Rückseite voll bemalt
6. Preis Simone Ferg, Rain Karte aus Rhodos, Griechenland – mit 7 Jahren geschrieben
7. Preis Andre Seifert, Eggelstetten Originelle Flaschenpost mit langem Brief
8. Preis Anna Schmidt, Feldheim hat eine schöne alte Karte geschickt – hatte keinen Urlaub
9. Preis Markus Braun, Münster alte Karte aus dem Kaunertal – schöne Beschreibung
10. Preis Stephan, Markus und Philipp Nunn, Rain Karte aus Portugal – Algarve – schöne Briefmarken

 
Museumsleiterin Edith Findel, 1. Bürgermeister Gerhard Martin, Fotografenmeister Rainer Nitsche und sowie Sammler und
Ideengeber Franz Müller (hinten von links) mit den Preisträgern des Wettbewerbs "Schreib mal wieder".   Bild: Arloth