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Schätze aus Rainer Kirchen Ausstellung im Heimatmuseum Rain 22. November 2009 bis 21. März 2010
Öffnungszeiten: Telefon 0 90 90/703-0 Wertvolle Objekte von früheren Ausstattungen der Rainer Stadtpfarrkirche sind heute noch erhalten oder fanden andernorts eine neue Heimat. Auch Kirchen sind dem Wandel der Zeit unterworfen. Neben einem Blick auf die anderen Kirchen - Spitalkirche und Allerheiligen-Kapelle - wird auch die Geschichte der evangelischen Kirche erzählt. Eindruckvolle Gemälde, Monstranz, sakrales Gerät und Figuren erzählen neben Abendmahlskelch, Urkunden und Fotos aus dem früheren religiösen Leben der Bevölkerung. Wertvolle Leihgaben der katholischen Stadtpfarrkirche und der evangelischen Kirche ergänzen die Exponate. Einblicke in frühere Bräuche im Kirchenjahr werden erläutert.
Kirchenschmuck aus dem Depot Goldene Kelche, wunderbare Gemälde, wertvolle Bücher: Kunst aus Rainer Kirchen sichtbar machen, dies will die Sonderaustellung im Heimatmuseum, die bis 21. März 2010 geöffnet ist. Zur bestehenden Abteilung Kirchenkunst im Museum wurden weitere Objekte aus dem Depot hervor geholt. "Wertvolle Leihgaben aus den beiden Rainer Kirchen ergänzen die präsentierten Gemälde, Fotos und Urkunden", so Erster Bürgermeister Gerhard Martin. Das Stadtoberhaupt dankte Stadtpfarrer Johann Menzinger und Pfarrer Werner Gottwald von der evangelischen Kirche für die wertvollen Leihgaben, die die Ausstellung bereichern. Die Geschichte der katholischen Kirche ist zeitlich viel länger und bietet daher wesentlich mehr Ausstellungsstücke. Jedoch ist die Zahl der ehemals fünf Kirchen auf drei zurückgegangen. Das Bildnis "Schweißtuch der Veronika", oder der "hl. Antonius" stammten aus der Spitalkirche. Eine leider sehr restaurierungsbedürftige Christusfigur kann nur in einer Abbildung gezeigt werden. Am meisten Wandel hat die Stadtpfarrkirche erfahren. Die Ausstellung spürt der barocken und der neugotischen, also den letzten zwei Gestaltungen, nach und macht die Veränderungen deutlich. Auch die Kirchen spiegeln in gewissem Rahmen den Zeitgeschmack wieder, wenn sie den Glauben sichtbar machen. So wurden frühere überlebensgroße Apostelfiguren und Altäre nicht zerstört, sondern wurden andernorts wieder aufgestellt. In Regenbogenfarben leuchtet das Licht durch den Ausstellungsraum, es stammt von der ersten Pyramidenspitze der evangelischen Kirche. Sammeln von Erlebnissen Viele Fragen bleiben dennoch offen: so fehlen bei der evangelischen Kirche z.B. bildliche Hinweise auf die Zeit in der Kegelbahn beim Kohlberger. "Schildern Sie uns Ihre Erlebnisse aus dem Gemeinde- und Kirchenleben" fordert deshalb Museumsleiterin Edith Findel die Besucher auf. In der Ausstellung liegen dafür Alben und Stifte bereit. Die Besucher können hier ihre Geschichten im Gemeindeleben nieder schreiben, seien es bei Prozessionen, im Chor auf der Empore, oder als Messdiener in der katholischen Kirche oder die Geschichten, Änderungen und Feierlichkeiten in der evangelischen Kirche.
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12.02.2010 / AR