Sonderausstellung im Heimatmuseum Rain

17. Mai bis 8. Oktober 2000 

"Trachten im nördlichen Lechrain -
Altbayerisch, Pfalzlerisch oder Boarisch?"


Öffnungszeiten des Museums vom 18. Mai bis 4. Juni: Mittwoch, Samstag und Sonntag, 14 - 17 Uhr;
Anschließend bis 8. Oktober: Sonntags 14 - 16 Uhr (August geschlossen),
und nach Vereinbarung, Tel. 09090/703-0.

Hinweis: Damit die Ergebnisse der Ausstellung nicht wieder in die Akten wandern und in Kartons museumsgerecht verwahrt werden, verfassten Edith Findel, Monika Hoede und Erich Hofgärtner ein Buch, das seit 31. März 2001 für 10 Euro erhältlich ist:

    "Rainer Winkel, Nördlicher Lechrain. Trachten in Bayern Heft 6",
herausgegeben vom Bezirk Schwaben und Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e. V.

In der Ausstellung

"Trachten im nördlichen Lechrain – Altbayerisch, Pfaizlerisch oder Boarisch?"

werden die variantenreichen Trachten des 18., 19. und 20. Jahrhunderts in einer von wechselnden Herrschaftsverhältnissen und nahen Grenzen geprägten Region untersucht.

Die einstige Kleidungskultur in ihrer von Mode, Herstellern, Handwerkern und Händlern beeinflußten Vielfalt wird anhand vielseitiger Quellen gezeigt und den Besuchern nahe gebracht.

Im Nachbarort Niederschönenfeld haben sich im Kloster und in der Gemeindekirche Votivtafeln erhalten. Daher sind ab etwa 1750 bis 1850 zuverlässige Quellen zur Kirchgangstracht erhalten. Ab dem späten 19. Jahrhundert lösen die Fotografien die Votivtafeln ab. Somit ist ein weitgehend kückenloser Bestand an Bilddokumenten zur Festtagstracht in der Umgegend von Rain erhalten . Die Bilder werden durch den noch nicht im Rahmen einer Ausstellung präsentierten Sammlungsbestand an Trachten des Museums und durch Leihgaben aus dem Umland anschaulich. Im Stadtarchiv Rain lassen sich vor allem über das Rainer Anzeigenblatt seit 1870 viele Hinweise auf Händler und Handwerker finden, denen nachgegangen wurde.

Weiter wird im Vergleich zu den Trachten die Entwicklung der Mode berücksichtigt. Dadurch ergeben sich interessante Aufschlüsse zum Verhältnis zwischen "Bauerstracht", "Bürgerstracht" und "Journalmode" im 19. Jahrhundert und zwischen der "Altbayerischen Tracht", der "Pfaizler bzw. Unterländischen Tracht" und dem "Boarischen Gwand" im 20. Jahrhundert.

Der Besucher kann sich in einer Gegend, in der noch die Großeltern – oder gar Elterngeneration Tracht getragen hat, mit in die Ausstellung einbringen. Eine Fragebogenaktion soll Wissen unserer Vorfahren vor dem Verlust bewahren. Bei dieser Besucherumfrage haben die Mitwirkenden am Ausstellungsende die Chance, einen der Museumspreise zu gewinnen.

Die Erkenntnisse der Besucherumfrage werden in der im Anschluß an die Ausstellung geplanten Publikation in der Reihe "Trachten in Bayern" des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege ihren Niederschlag finden.

Ausstellungskonzept:
Stadt Rain (Heimatmuseum), Hauptstr. 60, 86641 Rain, in Zusammenarbeit mit

FORSCHUNGS- UND BERATUNTSSTELLE FÜR TRACHTEN UND KLEIDUNGSKULTUR IN SCHWABEN
Träger: Bezirk Schwaben und Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e. V.
Landauer-Haus, Hürbener Str. 15, 86381 Krumbach/Schwaben, Tel. 08282/828389, Fax 08282/828387
http://www.bezirk-schwaben.de/trachtenberatung.html
email: Trachtenberatung@t-online.de

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung
Trachtenschua, Kinderprogramm, Nähkurs "Boarisch Gwand"

Ausstellungskonzept
Edith Findel, Leiterin des Heimatmuseums Rain, Tel. 09090/703-460, und
Monika Hoede, Bayer. Landesverein für Heimatpflege - Trachtenberatungsstellung, Tel. 08282/828389

Ausstellungsort 
Heimatmuseum Rain
Oberes Eck 3
86641 Rain/Lech
Telefon 09090/703-0
Fax 09090/703-139

21.02.2003/EF u. AR