Stadt Rain - Berühmte Persönlichkeiten |
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Die Musikerbrüder LachnerFranz Lachner * 2. 4. 1803, Rain Ignaz Lachner * 17. 9. 1807, Rain Vinzenz Lachner * 19. 7. 1811, Rain Die Brüder Lachner aus Rain haben ihrer Heimatstadt - weit
über die Grenzen der engeren Heimat hinaus - ob ihres musikalischen Wirkens einen
Bekanntheitsgrad verschafft, der als außergewöhnlich bezeichnet werden kann. Bild: Vinzenz, Franz und Ignaz Lachner (von links) im Jahr 1883 |
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Franz Lachner erhielt vom Vater
bereits als Kind im Rainer Organistenhaus am Kirchplatz Musikunterricht. Nach privatem
Schulunterricht bei seinem Vater besuchte er das Studienseminar in Neuburg. 1822 ging er
nach München, bereits ein Jahr später nach Wien, wo er Schubert und Beethoven kennen
lernte. 1826 erhielt er die Stelle des Kapellmeisters am Wiener Kärntnertortheater.
Weitere Stationen waren: 1834 Kapellmeister in Mannheim und 1836 in München. 1852
erfolgte dann die Ernennung zum königl.-bayer. Generalmusikdirektor. Er wurde
Ehrenbürger der Stadt München und erhielt die Ehrendoktorwürde der Universität
München.
Zum 200. Geburtsjahr von Franz Lachner (2003) hatte die Stadt ein eigenes Festprogramm aufgelegt. Das mit Begeisterung aufgenommene "Requiem" von Franz Lachner, aufgeführt unter anderem am Karfreitag 2006 in der Stadtpfarrkirche, ist jetzt auf CD erschienen und zum Preis von 19,50 erhältlich bei Schreibwaren Franz Deibl, Kirchplatz 6.
Bilder: unten Gemälde von Alexander von Wagner (1838 - 1919), Franz Lachner im Alter von ungefähr 70 Jahren, Öl auf Leinwand, Stiftung von Frau Albertine Weber (Firma Dehner) an die Stadt Rain zum 200. Geburtstag von Franz Lachner. |
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Ignaz Lachner fand mit 15
Jahren am Isartortheater in München seine erste Anstellung. 1826 wurde er Organist an der
evangelisch-lutherischen Kirche in Wien und wurde Orchestermitglied am Hofoperntheater. In
Stuttgart wirkte er ab 1831 als Hofmusikdirektor, 1842 ging er als Musikdirektor ans
Hoftheater in München. Unabhängige Stellungen
hatte er dann in Hamburg (seit 1853), Stockholm (ab 1858) und Frankfurt am Main
(18611875) inne. 1875 trat er in den Ruhestand, nach dem Tod seiner Gattin (1884)
zog er zu seinem Sohn Karl nach Hannover, wo er auch starb. Ignaz Lachner, Organist, Kapellmeister und Komponist, war der "Wanderer" unter den Musikergeschwistern Lachner. Und dennoch ist er der volkstümlichste der Komponistenbrüder. Von seinen Werken haben besonders die Alpenszenen (zum Beispiel "Das letzte Fensterln") großen Anklang gefunden. Er schrieb zwei Opern, Sonaten, Streichquartette und viele Lieder. Bild: |
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Vinzenz Lachner wirkte als Geiger und Kapellmeister in
Wien; er hatte dort 1830 die Stelle von Ignaz an der evangelisch-lutherischen Kirche und
am Hoftheater erhalten. 37 Jahre - von 1836 bis 1873 - war er Hofkapellmeister in
Mannheim. Nach seiner Pensionierung, 1873, übernahm er später eine Professur für
Komposition am Konservatorium in Karlsruhe und übersiedelte auch dorthin.
Bild: |
Die Brüder Franz, Ignaz und Vinzenz Lachner haben ihrer Heimatstadt ob ihres musikalischen Wirkens einen außergewöhnlichen Bekanntheitsgrad verschafft. Die Stadt Rain hält das Erbe der Komponistenbrüder stets in Ehren. Bereits im Todesjahr von Franz Lachner, 1890, wurde am Rainer Geburtshaus ein Brustporträtrelief angebracht. Die Kompositionen wurden gepflegt und aufgeführt. Leben und Werk der drei Brüder wird besonders gewürdigt im Gebrüder-Lachner-Museum, das im Geburtshaus der Brüder am Rainer Kirchplatz eingerichtet ist sowie durch die Benennung der Gebrüder-Lachner-Mittelschule (bis Juli 2010: Gebrüder-Lachner-Hauptschule) Die Stadt hat bereits 1946 eine Franz-, eine Ignaz- und eine Vinzenz-Lachner-Straße gewidmet. Literatur: |
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22.08.2012 / AR