Stadt Rain - Berühmte Persönlichkeiten |
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Die Abbildung zeigt eines der ältesten Buchzeichen (Wappen-Exlibris), welches vermutlich vor 1516 entstanden ist. Im ungeteilten roten Schild finden wir innerhalb eines gelben Ringes einen sechsstrahligen Stern. Die Helmzierde bildet ein wachsender bärtiger Mann mit Mütze; rechts von diesem ist in einer Umrahmung ein gestirnter blauer Globus, auf welchen zwei Hände mit Stäben weisen; links ist unter einem Stern ein aus den Buchstaben M.G.T. gebildetes Monogramm, welches zweifellos Magister Georg Tannstetter bedeutet. Am oberen Ende sind Blumengewinde angebracht, in den unteren Ecken Pflanzenbüschel; zwischen diesen, auf einer kleinen Schrifttafel, ist der Name: »Tansteter« zu lesen |
Georg Tannstettergenannt »Collimitius« Gelehrter und Humanist geboren Mitte April 1482 in Rain Georg Tannstetter ist 1482 in Rain am Lech geboren, nannte sich (da Rain im Schwäbischen einen Grenzpfad bedeutet) latinisiert »Collimitius«. Tannstetter wurde Magister in Ingolstadt. Er kam später an die Hochschule in Wien, wo er Vorträge über Mathematik, Astronomie, Astrologie und Arzneikunde hielt und eine gelehrte Gesellschaft »Collimitiana« stiftete. Später erkor ihn Kaiser Maximilian I. zu seinem Leibarzt und erhob ihn um 1516 mit dem Prädikat »Tannsteter von Thanau« in den Adelsstand. Er schrieb in Wien zur Beruhigung geängstigter Gemüter ein Werk »Librum consolatorium contra opiniones de diluvio et aliis horrendis periculis anni 1523«. Der vielseitige und von seinen Schülern geschätzte Gelehrte war auch sonst schriftstellerisch tätig. Er starb am 26. März des Jahres 1535 in Innsbruck. |
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Diese Abbildung von Georg Tannstetter stammt von
dem Memminger Maler Bernhard Strigel (1460-1528) und entstand wohl 1515. Das Bildnis ist seit 1805 in den Sammlungen der Fürsten von Liechtenstein nachweisbar. Das Gemälde, Holz, 42 x 29 cm, war Titelbild der Ausstellung "Deutsche Malerei, 15. - 19. Jahrhundert, aus den Sammlungen des regierenden Fürsten von Liechtenstein" in der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung, Vaduz 1979. |
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Gedenkstein
von 1988 mit Brustporträtrelief am Geburts- haus des Gelehrten, dem sog. "Altherrhaus", heute Bestandteil des Rathaus- Komplexes. Der Augsburger Bildhauer |
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Die Donauwörther Zeitung berichtete am 19. März 2005 über eine bisher unbekannte Lebensleistung von Tannstetter:
Literaturhinweis zu Tannstetter: Franz Graf-Stuhlhofer, Humanismus zwischen Hof und Universität. Georg Tannstetter (Collimitius)
und sein wissenschaftliches Umfeld im Wien des frühen 16. Jahrhunderts (= Schriftenreihe
des Universitätsarchivs Wien, Nr. 8). Wien 1996 (212 Seiten). |
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08.05.2009 / AR