Babette-Müller-Straße
Die Stadt Rain geht mit der Verleihung des Ehrenbürgerrechts sehr sparsam
um. Innerhalb von 90 Jahren (1915 - 2005) wurde diese höchste Auszeichnung, die die
Kommune vergeben kann, nur zwölf Mal vergeben. Babette Müller ist dabei im Kreis von elf
Männern die einzige Frau, die diese Auszeichnung erhalten hat. Babette Müller wurde als
Tochter des Hauptlehrers Max Müller (ihm wurde die Ehrenbürgerschaft bei der
Verabschiedung nach 50-jähriger Schuldienstzeit im Jahr 1915 verliehen) am 8. Juli 1883
in Rain geboren. Im 97. Lebensjahr ist sie am 2. Januar 1980 in ihrer Heimatstadt gestorben. Die
Verleihung der Ehrenbürgerschaft erfolgte am 3. Juli 1963 aus Anlass ihres bevorstehenden
80. Geburtstagen und in Anerkennung und Würdigung ihrer Verdienste, die sie sich in
jahrzehntelanger selbstloser Arbeit für die Allgemeinheit zum Wohle der Stadt Rain
erworben hat. Insbesondere war sie ehrenamtlich im Bayerischen Roten Kreuz aktiv, in
vielen Funktionen. Noch mit über 90 Jahren führte sie bei Erste-Hilfe-Kursen die
Anwesenheitslisten und sorgte für Ordnung. Sie war als Stenographielehrerin tätig und
verwaltete lange Zeit das Heimatmuseum in der Allerheiligenkapelle. Nach Einführung der
Bürgermedaille (1969) wurde ihr auch diese Auszeichnung mit Stadtratsbeschluss vom 27.
März 1973 zuerkannt. Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wurde Babette Müller
bereits 1961 geehrt.