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Stadt Rain  |  E-Mail: info@rain.de  |  Online: https://www.rain.de

Das Heimatmuseum der Stadt Rain

Bild Enthauptung Johannes des Täufers

Geschichte des Gebäudes 

Am 15. Juni 1988 eröffnete Bürgermeister Karl Würmseher das Heimatmuseum in Rain. Untergebracht im ehemaligen "Salzstadel", einem geschichtsträchtigen Gebäude aus dem 17.Jahrhundert, das seit dem 19.Jahrhundert nicht mehr zur Salzlagerung genutzt wurde und vor noch nicht einmal 30 Jahren noch als Freibank, Magazin des städtischen Bauhofs und als Feuerwehr-Requisitenhaus diente, enthält es heute eine Vielzahl von Exponaten, die vor der Eröffnung in der Allerheiligenkapelle gelagert waren.

 

Der im Jahre 1904 gegründete "Verein zur Erhaltung und Erweiterung des Rainer Lokalmuseums und Förderung der Heimatkunde für die Stadt Rain und den Distrikt Rain nebst Umgebung" hatte über die Jahre fleißig gesammelt und immer wieder darauf gedrängt, die Museumsbestände aus der feuchten Kapelle zu retten. 50 Jahre der Suche nach einem trockenen und erhaltungsfähigen Gebäude waren mit diesem denkwürdigen Tag zu Ende.

 

 

 

 

Dauerausstellung

Erdgeschoss

1.Raum Alltagsleben

Kleidung

Trachten im Rainer Winkel, Wandel vom Boarischen Gwand zur Pfaizler Tracht.

Hausarbeit

Der Haushalt ist geprägt von Handarbeit. Gezeigt werden Buttermaschine, Krautfässer und die einzelnen Schritte der Wäschepflege vom Einweichen, Waschen, Mangeln, Bügeln bis zum Aufbewahren.

Bürgerlicher Haushalt

Einzelne Gegenstände, Uhren, Wandschmuck, Gemälde und Öfen aus dem einfachen und gehobenen bürgerlichen Haushalt.

Handwerk, Zunft, Handel

Von den zahlreich in Rain vertretenen Handwerksbetrieben werden besonders die Schreiner und Zimmerleute, die Hutmacher und die Kaminkehrer dargestellt und schöne Zunftwappen gezeigt.

Die Handelsgeschichte geht zurück bis ins 14. Jahrhundert zu den ersten Zollgesetzen, die Salz und Wein betrafen.

Landwirtschaft

Aus der weit verbreiteten Dreifelderwirtschaft sind Pflugschar, Sicheln und Sensen zu sehen. Eine Abteilung ist der Herstellung des Zuckers gewidmet.

 

2.Raum Öffentliches Leben

Gründung der Stadt, Festungsstadt

Alte Stadtpläne und Stadtwappen zeigen die Entwicklung einer alten baierischen Herzogstadt.

30jähriger Krieg "Schlacht bei Rain"

Eine entscheidende Schlacht im April 1632 wird durch das ca. 9 m2 große Zinnfigurendiorama anschaulich gemacht.

Bürgerwehr

Uniformen, Waffen und Musikinstrumente illustrieren das Leben der im 19. Jahrhundert aufgestellten Rainer Bürgerwehr.

Schützen

Hier werden eine Zielscheibe, Schützentrophäen und eine wertvolle Armbrust gezeigt.

Gerichtsbarkeit

Schandgeige und Handschellen zeugen von der durch die Stadt Rain ausgeübte niedere Gerichtsbarkeit.

 

Obergeschoss 

Religion Eine Vielzahl von Kreuzen, Gebetbüchern und Rosenkränzen zeugen von der lebendigen Volksfrömmigkeit. Wertvolle handgefertigte Klosterarbeiten, Priestergewänder und Primizkrönchen aus dem Kirchliches Leben sind hier ausgestellt. Aus den Rainer Kirchen stammen Ulrichs- und Nepomuksskulpturen, eine Vielzahl religiöser Gemälde, darunter ein seltenes Kümmernis-Bild der Hl. Wilgefortis. Die ehemaligen Glasfenster der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer fanden hier eine neue Heimat.

Schulgeschichte(n) Schulbänke, Schulbücher, Schreibmittel und biologisches Anschauungsmaterial aus den ehemaligen Schulen von Stadt und Land erinnern an frühere Schulzeiten.

 

 

Sonderausstellung

Neue Sonderausstellung "Feurio" - vom 30.11.2014 bis 19.04.2015

Mit über 1000 Modellen wird aus der Geschichte der Feuerwehr erzählt. Die ersten motorisierten Fahrzeuge stammen um 1902. Einen Schub erhielten sie nach dem zweiten Weltkrieg. Die Technik entwickelte sich, Mechanisierung der Drehleitern, neue Löschmittel standen zur Verfügung. (.. zum Artikel)

 

 

 

Museumsverein 

Unterstützen Sie die Arbeit des Museumsvereins - werden Sie Mitglied!

Informationen: Museumsleiterin Edith Findel

 

100 Jahre Heimatmuseum feierten wir am 11. Juli 2004 

Auf sein 100-jähriges Bestehen blickte das Heimatmuseum zurück. Deshalb wurde am Sonntag, 11. Juli 2004, in den Rainer Museen gefeiert. Um Kulturgut zu bewahren und Brauchtum in Erinnerung zu halten haben sich Rainer Bürger im Museumsverein zusammengefunden und bereits ein Jahr später in der Allerheiligenkapelle vor nun 100 Jahren das Heimatmuseum eingerichtet. Das Motto "Nur wer seine Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und Zukunft gestalten" hat seine Gültigkeit bis heute nicht verloren.

 

Aus der ersten bescheidenen Sammlung entstand schon in den ersten Jahren ein umfangreiches Museumsgut, bis sich die Räumlichkeiten unters Dach füllten. 1988 erhielt das Museum neue Räume und ein modernes Konzept im ehemaligen Salzstadel.

 

Anlässlich des besonderen Jahrestages veranstaltete der Museumsverein Rain e.V. einen Tag der offenen Türe in allen Rainer Museen bei sehr guter Resonanz.

 

Herzstück der Veranstaltung waren die offenen Tore des historischen Spitalstadels mit seinen Depotschätzen. Diese noch nie in der Öffentlichkeit gezeigten Kostbarkeiten reichen von über 100 Jahre alten Kutschen und Wagen, der letzten Nachtwächterlaterne, urgroßmütterlichen Schränken und Truhen bis zum landwirtschaftlichen Geräte aus unterschiedlichen Zeiten, vom Handbetrieb bis zur Maschine.

 

Im weiteren Programm konnte im Heimatmuseum die Sonderausstellung "Wirtshausschilder in Bayern" Kunst und Kultur besucht werden. Der Besucher erfuhr auch die reiche Wirtshauskultur der eigenen Stadt. Neben zahlreichen Bildern sind noch bis 12. Oktober originale Wirtshausschilder wie der rote Hahn, das Kamel oder die Sieben Schwaben zu bewundern.

 

Zum Museumsjubiläum sind alle jugendlichen Fotografen eingeladen, Wirtshausschilder im Landkreis im Bild festzuhalten. Wer sein Bild bis 20.9.2004 im Rathaus Rain abgibt, mit Motivwahl und Namen versehen, kann wertvolle Preise gewinnen.

 

Das Gebrüder-Lachner-Museum lockt mit neuen Portraits der Brüder Franz, Ignaz und Vinzenz, die vor kurzem dem Museum übergeben worden sind. Ebenso erhielt das Museum kürzlich einen original von Franz Lachner benutzten Taktstock.

 

Der Freundeskreis Alt-Rain öffnete am 11. Juli die Pforten der Allerheiligenkapelle, dem ehemaligen Heimatmuseum, mit der Sonderausstellung über die bei der Renovierung gefundenen Fresken.

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