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| Herausgegeben vom Bezirk Schwaben und vom Bayerischen Landesverein
für Heimatpflege e. V. München 2001. ISBN 3-931754-21-9 Autoren:
Redaktion und Layout: Das Buch ist bei den Herausgebern und in der Buchhandlung Deibl, Kirchplatz 6, 86641 Rain, erhältlich. Kurze Erläuterung:
Pressebericht von der
Buchpräsentation am 30. März 2001 (Autor: Adalbert Riehl): Nur noch wenige Frauen im nördlichen Lechrain tragen die "Pfaizler Tracht" oder das "Unterländisch Gwand" und das "Boarisch Gwand". Viele Fäden mussten zusammen laufen, um einst die Schmuckstücke für den Sonntagsstaat der Bäuerinnen entstehen zu lassen. Viele Fäden waren im Vorjahr nötig, um die Entwicklung der Kleidungsgewohnheiten im Rainer Winkel seit dem 18. Jahrhundert für die Kulturtage des Bezirks Schwaben aufzeigen zu können. Und viele Fäden liefen zusammen so auch der Titel der Einführung von Monika Hoede um das Heft 6 der Reihe "Trachten in Bayern" entstehen zu lassen. Dem Anlass angemessen kamen viele Gäste und hohe Repräsentanten der Beteiligten zur Buchpräsentation in den Lachnersaal der Rainer Stadtsparkasse. Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher bezeichnete das Werk als zeichen fruchtbarer Zusammenarbeit zwischen Bezirk, Stadt und Gemeinden sowie dem Landesverein für Heimatpflege. Er freute sich, dass die Schwäbischen Kulturtage nicht nur Impulse für die Region gaben, sondern Projekte ins Leben gerufen wurden, die weiter wirken. Die nicht nur in Fachkreisen beachtete Ausstellung habe durch eine vielschichtige Quellenlage eine lückenlose Dokumentation von den Votivtafeln des 18. Jahrhunderts über Fotografien bis zu Originalstücken ermöglicht. Die doppelte Trägerschaft der Trachtenberatung durch Bezirk und Landesverein habe sich einmal mehr bewährt. Erster Bürgermeister Gerhard Martin erinnerte eingangs humorvoll an Zeiten, als die Stadt mit dem Landesverein für Heimatpflege nicht so einig ging als letzterer nämlich das Tillydenkmal verhindern wollte. Die Autoren hätten, so der Bürgermeister, eine verdienstvolle Aufgabe erfüllt. Eigentlicher Erfolg der Kulturtage sei es, dass sich eine Region auf ihre Stärken besann und Nachwirkungen durch die Trachtenforschung oder auch das "Künstliche Dorf Gempfing" geblieben sind. Der schwäbischen Trachtenberaterin Monika Hoede ist der altbayerische Teil des Bezirks ein besonderes Anliegen. Die Kulturtage seien für sie Herausforderung gewesen, die durch die vielen Fäden, die bei ihr letztlich zusammen liefen, offensichtlich viel Spaß machte. Umfangreiche Quellen, offene Türen und zahlreiche Mitstreiter brachten das Projekt voran. Die Rainer Museums- und Archivleiterin Edith Findel ("historisches Fundament sowie wirtschaftlicher Aspekt") sowie Erich Hofgärtner, der bereits 1987 bei der Inventarisierung des Museums mit arbeitete und seit Jahren schon Gewährsleute befragte, sind an erster Stelle zu nennen. Sie zeichnen mit Monika Hoede für die Publikation verantwortlich. Unschätzbare Dienste leisteten die Votivtafeln in Kirche und Heiligkreuzkapelle Niederschönenfeld, das Rainer Wochenblatt ab 1872, Museumsdepot, das Bildmaterial aus Ortschroniken (an erster Stelle das Buch über Bayerdilling und Wächtering), die Berichte des Rainer Gerichtsarztes um 1860, die Schulen, die Trachtenvereine Rain und Thierhaupten und letztlich die wenigen verbliebenen Frauen, die noch "boarisch" gehen. Ottilie Appel aus Neukirchen öffnete zu Dokumentationszwecken ihren Kleiderschrank und erklärte Erich Hofgärtner Stück um Stück. "Ein so schönes Titelbild gab es bei der ganzen Reihe noch nicht", machte Martin Wölzmüller, stellvertretender Geschäftsführer des Landesvereins für Heimatpflege, denn auch an Ottilie Appel ein Kompliment für ihr Bild auf dem Umschlag des präsentierten Buches. Wölzmüller, der mit Monika Hoede Redaktion und Layout des Heftes besorgt hatte, bezeichnete Zusammenwirken und vollendetes Werk als sehr gutes Beispiel für ein "Netzwerk Heimat". Die Reihe finde landesweit große Beachtung, wies Wölzmüller auf den Wert der Dokumentation hin. Den Beteiligten einschließlich der Bildlieferanten überreichte er die ersten druckfrischen Exemplare. Den gelungenen Rahmen setzte der Rainer Trachtennähkreis mit Schneiderin Maria Tyroller aus Schiltberg-Rapperzell mit der Präsentation ihrer Arbeit, der Rainer Trachtenverein "pfaizlerisch" gekleidet , die Thierhauptener Trachtler in boarischem Gewand und die Thierhaupter Spielmusik, die humorvoll mit einem 1985 in Freibrechts aufgezeichneten "Schneiderlied" in den gemütlichen Teil überleiteten.
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21.02.2003 / AR